NEWS 2015

Juni 2015

Papenburg. Am kommenden Samstag wird ab etwa 10 Uhr ein rund 120 Meter langes und 60 Meter hohes Bauteil des Luxusliners „Ovation of the Seas“ die Baudockhalle der Papenburger Meyer Werft verlassen. Das Schiff ist der dritte Neubau, der aus zwei 120 Meter langen Elementen gebaut wird. Bei den Schiffbauern hat sich die Methode bewährt.

Für die neue Baustrategie wird die kleinere Baudockhalle 5 für die Fertigung von Blöcken für Kreuzfahrtschiffe genutzt, damit es in der großen Halle nicht zu einem Arbeitsstau kommt. Dort liegt derzeit die „Norwegian Escape“ in voller Länge von 325 Metern im Rohbau. Im restlichen Dock verbleiben derzeit noch 120 Meter, um parallel die „Ovation of the Seas“ zu bauen. Ohne die neue Schwimmteil-Strategie wäre ein Stau in der Blockfertigung die Folge, da der Platz nicht ausreichend ist, um das Schiff im Zeitplan zu bauen.

Parallel zu den Endarbeiten auf der „Escape“ werden somit zwei etwa 120 Meter lange Schwimmteile gebaut. Nach dem Ausdocken des ersten Schwimmteils am Samstag folgt das zweite mit dem Ausdocken der „Norwegian Escape“ Mitte August. Beide Elemente werden später im Baudock mit Blöcken für Bug- und Heckpartie verbunden und ergeben die „Ovation of the Seas“.

Die Erfahrungen mit der Arbeitsweise sind nach Angaben von Werftsprecher Günther Kolbe gut.„Mit den neuen Aufträgen für Aida ist jetzt klar, dass wir bis 2020 so weitermachen wollen.“ Aktuell stehen zehn Luxusliner in den Auftragsbüchern der Werft. Die Bauteile würden für ihre Liegezeit im Freien eingerüstet und eingehaust. Das sei zwar etwas aufwendig, aber die Prozesse und Abläufe würden stetig verfeinert. „Qualitätsunterschiede, weil die Teile der Witterung ausgesetzt sind, gibt es nicht. Die Schwimmteile werden vorher konserviert“, so Kolbe. Die Ausrüstungsfirmen könnten bei der Bauweise schon relativ schnell nach der Fertigstellung eines Neubaus wieder auf dem nächsten Schiff mit der Ausrüstung beginnen, so Kolbe.

Die „Ovation of the Seas“ wird im Frühjahr 2016 an die US-Reederei Royal Caribbean International abgeliefert. Der Luxusliner wird 348 Meter lang und Platz für 4900 Passagiere bieten. Das Schiff ist das dritte Schiff der „Quantum-Klasse“. Im Mai hatte die Meyer Werft von der Reederei den Auftrag für den Bau eines weiteren Schwesterschiffes dieser Klasse bekommen, das im Jahr 2019 abgeliefert werden soll.

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Ein Artikel von Christoph Assies


Royal Caribbean verstärkt Flotte in Asien – Ovation of the Seas ab 2016 in China by schiffsjournal • 25. März 2015

 

Nach ihrer Fertigstellung wird die „Ovation of the Seas“ auf dem stark wachsenden chinesischen Markt im Einsatz sein. 2016 fahren dann gleich zwei Schiffe der neuen Quantum-Klasse verstärkt im asiatischen Raum.

 

Neben dem Schwesterschiff „Quantum oft he Seas“ werden dort außerdem die „Mariner of the Seas“, die „Voyager of the Seas“ und die „Legend of the Seas“ zu Kreuzfahrten aufbrechen. Damit hat Royal Caribbean International dann gleich fünf Schiffe im boomenden chinesischen Kreuzfahrtmarkt positioniert. „Kreuzfahrten werden bei den Chinesen immer beliebter und und Royal Caribbean wirkt diesen Trend mit der Positionierung branchenführender Kreuzfahrtschiffe entgegen“, so Royal’s CEO Michael Bayley.

 

Die „Ovation of the Seas“ ist neben der „Quantum of the Seas“ (bereits in Fahrt) und der „Anthem of the Seas (Jungfernfahrt: 22.04.2015) das dritte Schiff der innovativen Quantum-Klasse. Das auf der Meyer Werft gebaute Schiff soll ab April 2016 von Tianjin aus zu 3- bis 12-Nächte-Routen aufbrechen. Die Kreuzfahrtriesen des amerikanischen Kreuzfahrtkonzerns sind 348 m lang und 41 m breit. Sie bieten max. 4.188 Passagieren Platz. Diesen wird eine 90 m hohe Aussichtsgondel (North Star), simuliertes Fallschirmspringen (RipCord by iFly), virtuelle Balkonkabinen und vieles mehr geboten.