KREUZFAHRT erleben°


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MARITIME MOMENTE (www.maritime-momente.com)


Zur Lage innerhalb der Branche

20.05.2020 Auszug einer fachliche Einschätzung von Bernhard Jans,

 Inhaber des FT-Freizeit und Touristik GmbH in D-53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler 

Liebe Kreuzfahrtfreunde,

nach vielen Schlagzeilen zum Thema Reisen und insbesondere zu Kreuzfahrten ist es inzwischen etwas ruhiger geworden - Kreuzfahrtschiffe sind allesamt stillgelegt und liegen in und vor Häfen, Reisen sind abgesagt. Die Situation wird weniger von Reisewünschen und Buchungen bestimmt, sondern von Stornos und Umbuchungen.

Wir möchten einmal  wieder einen besonderen Newsletter schicken - nicht mit Kreuzfahrtangeboten für die Zukunft, mit denen man derzeit von allen Anbietern regelrecht überflutet wird, sondern mit einigen Anmerkungen zu aktuellen Lage.

 

1. Wie lange läuft der Kreuzfahrt-Stop? 

Info: Die meisten Reedereien haben inzwischen einen Stop bis Ende Juli angekündigt. Costa und AIDA wollen bereits einen Monat früher wieder anfangen, MSC Mitte Juli, Phoenix meint frühestens August. TUI Cruises möchte mit einem Schiff Mitte Juni wieder anfangen. Verschiedene Regionen sind bei einigen Anbietern bis in den Oktober hinein abgesagt.

 

Einschätzung: Da noch niemand weiß, wann die Länder wieder die Grenzen öffnen und mit welchen Regelungen, können sich diese Termine weiter ins Jahr hinein verschieben. Ebenso ist davon auszugehen, dass Termine je nach Reiseregion differenzierter abgesagt bzw. angeboten werden.

 

2. Wie wird wieder gestartet?

Info: Die Reedereien gehen von einem mehrstufigen Start aus, beginnend mit wenigen Schiffen auf extra geplanten Routen. Gerechnet wird damit, dass es etwa ein halbes Jahr dauern wird, bis nach dem Start wieder zu einem Vollbetrieb zurückgekehrt ist.

 

Einschätzung: All das sind noch Planspiele, bei denen das konkrete Konzept noch fehlt. Zeitläufe sind nicht absehbar, weder wegen der Schiffe, die wieder in Betrieb zu nehmen sind, noch wegen der Länder, bei denen verschiedenste Bestimmungen zu erwarten sind.

  

3. Welche Vorsichtsmaßnahmen sind vorgesehen?

Info: Die Restaurants sollen großzügiger bestuhlt werden, die Buffets sollen abgeschafft oder über Servicekräfte bedient werden. Veranstaltungen und Landausflüge sollen nur mit geringerer Teilnehmerzahl laufen; in Bars, Discos, Wellnessbereichen usw. soll nur eine begrenzte Personenzahl zugelassen werden. Hygienemaßnahmen werden verstärkt. Gesundheitsauskünfte beim Checkin werden verbindlicher, Fieberkontrollen obligatorisch. 

 

Einschätzung: Vieles von dem, was man bisher auf Schiffen gewöhnt war, wird verschwinden -  man wird sich nicht mehr frei am Buffet bedienen können, man wird sich für Restaurantbesuche oder Veranstaltungen anmelden müssen, Disco- und Animationsveranstaltungen werden formaler usw. Generell wird die Freizügigkeit schwinden, und man muss sich auf viele Kontrollen einstellen, ob an Bord oder bei Landgängen. Mittelfristig werden sich Konzeptverschiebungen im Angebot ergeben: Weniger Passagiere auf den Schiffen - was sich dann auch bei den Veranstaltungen und den Preisen auswirken wird.

 

4. Gibt es Besonderheiten in der Startphase?

Info: Bei den Reedereien wird zumindest für die Startphase geplant, dass die Schiffe mit nur einem Drittel bis zur Hälfte der möglichen Passagierzahl belegt werden sollen. Es werden besondere Routen angeboten, orientiert daran, welche Ziele überhaupt angefahren werden können. Einige Anbieter planen bereits länderbezogene Angebote - Costa und MSC zum Beispiel Kreuzfahrten nur für Italiener, bei denen nur italienische Häfen angelaufen werden. TUI Cruises möchte mit Kurzreisen ab Hamburg starten, Ziele noch unbekannt.

 

Einschätzung: Die Situation auf den Schiffen wird entspannter werden - weniger Passagiere. Diejenigen, die als Passagiere mit in den Neustart gehen, lassen sich auf so etwas wie ein Experiment ein. Es gibt noch keine Erfahrungswerte mit den neuen Konzepten - man muss sich also auf laufende Anpassungen einstellen.

  

5. Welche Reiseziele gibt es (noch)?

Info: Noch haben die meisten Länder die Grenzen geschlossen. Am Mittelmeer könnten mit den beabsichtigten Grenzöffnungen zum Beispiel in Griechenland oder Italien erste begrenzte Kreuzfahrten angeboten werden. Im Norden stellt sich die Situation nicht einfacher dar. Norwegen hat die Kreuzfahrt bis Mitte August gesperrt, England ist insgesamt Krisengebiet, auch entlang der Ostsee gibt es verschiedenste Situationen, vor allem das wichtige Ziel St. Petersburg ist unsicher.

Der Blick in die Welt eröffnet keine neuen Möglichkeiten. Die Vereinigten Staaten haben immer noch die Einreise von Europäern untersagt, Südamerika wird zum Corona-Brennpunkt. Südafrika ist derzeit nicht anfahrbar. Die Inseln im Indischen Ozean haben gesperrt, die Seychellen sogar bis ins nächste Jahr hinein. Gesperrt sind die arabischen Staaten, auch Indien, und weiter in Richtung Ostasien ändert sich die Situation nicht. Australien hat derzeit das Anlegen von Kreuzfahrtschiffen insgesamt verboten.

 

Einschätzung: Die Kreuzfahrt wird sich zunächst vorwiegend im Nahbereich abspielen. Die ersten Kreuzfahrten in Europa werden wohl besondere Routen auf dem Mittelmeer sein, dazu einige Kurzrouten auf Nord- und Ostsee.

Generell ist es so, dass diejenigen, die mehr Land und Leute entdecken möchten, auf Routen achten müssen, die kleinere Hafenorte einbeziehen. Wer mehr an  Erholung und Unterhaltung auf dem Schiff interessiert ist, für den geht der Trend bis hin zu den sogenannten "nowhere cruises", die derzeit diskutiert werden, also Kreuzfahrten nirgendwo hin. Dann heißt es, einfach für ein paar Tage raus auf die See und die Annehmlichkeiten eines Schiffes genießen - anstelle eines Hotelresorts an Land. 

 

6. Wie sieht es mit den Preisen aus?

Info: Im Moment gibt es viele Sonderpreise, Preisnachlässe für Clubkunden, Bordguthaben, auch für Reisen im nächsten Jahr. Kombiniert werden diese Angebote mit großzügigen Storno- und Umbuchungsmöglichkeiten. Die Katalogpreise gelten weitgehend für Kreuzfahrten, die weit mehr in der Zukunft liegen - aber auch da gilt, genau nachzusehen. Die Lage ist undurchsichtig, und ändert sich fast täglich.

 

Einschätzung: Wer trotz aller Unsicherheiten langfristig plant, findet preisgünstige Möglichkeiten - und die Stornoregelungen bei den meisten Anbietern ermöglichen auch kurzfristige Umbuchungen. Sobald sich die Kreuzfahrtangebote wieder stabilisiert haben, werden die Anbieter sicher versuchen, höhere Preise zu erzielen.

 

7. Kann ich aktuell buchen?

Info: Alles, was nicht konkret abgesagt ist, kann tatsächlich gebucht werden. Aktuell muss man aber damit rechnen, dass sich Veränderungen ergeben können, eine Fahrt doch nicht stattfinden oder die Strecke ziemlich geändert werden könnte; dann gibt es Storno- und Umbuchungsangebote, oft mit Bonusregelungen. Bei einigen Kreuzfahrtgesellschaften sind bereits Reisen bis 2023 buchbar.

 

Einschätzung: Buchungen sind rundum möglich. Natürlich bleibt ein gewisses Restrisiko, je länger die Kreuzfahrtschiffe still liegen. Aber alle Anbieter haben die Reisen über Reisepreissicherungsscheine abgesichert, und von den großen Anbietern war in den letzten Wochen zu hören, dass sie ihre Kapitaldecke über die Börsen, Kredite und staatliche Unterstützung verbessern konnten.

 

8. Alternative Flusskreuzfahrt?

Info: Auch Flusskreuzfahrten sind eingestellt. Allerdings gibt es hier schon erste Meldungen, dass in Kürze wieder Fahrten aufgenommen werden. Zunächst werden es eher regionale, landesbezogene Angebote sein - Fahrten, die nur in Deutschland laufen, also insbesondere auf Rhein, Main, Mosel, Elbe. Absehbar ist, dass Österreich und Holland bald wieder dazu kommen werden. Auch Flussschiffe werden weniger Passagiere mitnehmen. Die Situation im Restaurant wird durch zwei Sitzungen entzerrt; Buffet wird es nicht geben.

 

Einschätzung: Auch bei Flusskreuzfahrten wird es zunächst nur Angebote im Nahbereich geben. Fahrten, die viele Länder umfassen, wie auf der Donau bis hinunter ins Delta, oder Flusskreuzfahrten im Ausland, wie auf der Rhone, dem Mekong, dem Nil oder dem Yangtse, werden noch längere Zeit nicht im Angebot sein. Vorteil der Flusskreuzfahrt sind die kleineren, überschaubareren Schiffe mit geringerer Passagierzahl, die leichter auf Sicherheit hin organisierbar werden können. 


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